CVE-2025-61624Fortinet Path-Traversal-Lücke (CVE-2025-61624) in FortiOS & Co.
In FortiOS, FortiPAM, FortiProxy und FortiSwitchManager ermöglicht eine Path-Traversal-Schwachstelle (CWE-22) einem authentifizierten Angreifer mit Admin-Profil, über speziell gestaltete CLI-Befehle beliebige Dateien zu schreiben oder zu löschen. Die Schwachstelle wird mit CVSS 5.4 als Medium eingestuft, Fortinet stellt Sicherheitspatches bereit.
CVE-2025-61624Fortinet Path-Traversal-Lücke (CVE-2025-61624) in FortiOS & Co.
In FortiOS, FortiPAM, FortiProxy und FortiSwitchManager ermöglicht eine Path-Traversal-Schwachstelle (CWE-22) einem authentifizierten Angreifer mit Admin-Profil, über speziell gestaltete CLI-Befehle beliebige Dateien zu schreiben oder zu löschen. Die Schwachstelle wird mit CVSS 5.4 als Medium eingestuft, Fortinet stellt Sicherheitspatches bereit.
Zusammenfassung
Fortinet hat mit FG-IR-26-122 eine Path-Traversal-Schwachstelle (CVE-2025-61624, CWE-22) in FortiOS, FortiPAM, FortiProxy und FortiSwitchManager bestätigt. Ein authentifizierter Angreifer mit Admin-Profil und mindestens Lese-/Schreibberechtigungen kann über speziell präparierte Argumente in bestehenden CLI-Befehlen beliebige Dateien schreiben oder löschen. Die Schwachstelle ist mit CVSS 5.4 (Medium) bewertet und wird laut Fortinet bereits aktiv ausgenutzt.
Technische Details
- CVE-ID: CVE-2025-61624
- Advisory: FG-IR-26-122, veröffentlicht am 14.04.2026
- CVSS v3.1: 6.0 Basis / 5.4 Temporal (AV:L/AC:L/PR:H/UI:N/S:U/C:N/I:H/A:H/E:P/RL:O/RC:C)
- Severity: Medium
- CWE: CWE-22 Improper Limitation of a Pathname to a Restricted Directory (Path Traversal)
- Komponente: Command Line Interpreter (CLI)
- Angriffstyp: Authentifiziert, lokale Ausnutzung mit hohen Privilegien (Admin-Profil mit Read-Write)
- Auswirkung: Eskalation von Privilegien, arbiträrer Datei-Write/Delete, mögliche Beeinträchtigung von Integrität und Verfügbarkeit
- Hersteller: Fortinet
Die unzureichende Validierung von Pfadangaben im CLI erlaubt es, das vorgesehene Verzeichnis zu verlassen und auf sensible Systemdateien zuzugreifen.
Betroffene Systeme
- FortiOS 7.6.0 bis 7.6.4
- FortiOS 7.4.0 bis 7.4.9
- FortiOS 7.2 alle Versionen
- FortiOS 7.0 alle Versionen
- FortiOS 6.4 alle Versionen
- FortiPAM 1.7.0
- FortiPAM 1.6 alle Versionen
- FortiPAM 1.5 alle Versionen
- FortiPAM 1.4 alle Versionen
- FortiPAM 1.3 alle Versionen
- FortiPAM 1.2 alle Versionen
- FortiPAM 1.1 alle Versionen
- FortiPAM 1.0 alle Versionen
- FortiProxy 7.6.0 bis 7.6.4
- FortiProxy 7.4.0 bis 7.4.11
- FortiProxy 7.2 alle Versionen
- FortiProxy 7.0 alle Versionen
- FortiSwitchManager 7.2.0 bis 7.2.7
- FortiSwitchManager 7.0.0 bis 7.0.6
Nicht betroffen ist FortiPAM 1.8.
Empfehlungen und Maßnahmen
- Patches sofort einspielen:
- FortiOS 7.6 auf 7.6.5 oder höher
- FortiOS 7.4 auf 7.4.10 oder höher
- FortiProxy 7.6 auf 7.6.5 oder höher
- FortiProxy 7.4 auf 7.4.12 oder höher
- FortiPAM 1.7.0 auf 1.7.1 oder höher
- FortiSwitchManager 7.2 auf 7.2.8 oder höher
- FortiSwitchManager 7.0 auf 7.0.7 oder höher
- FortiOS 7.2, 7.0, 6.4, FortiPAM 1.6-1.0, FortiProxy 7.2, 7.0: auf eine gefixte Release migrieren. Upgrade-Pfad mit dem Fortinet Upgrade-Tool prüfen.
- Workaround / Virtual Patch: FMWP-Datenbank Update 25.120 mit Virtual Patch FG-VD-59270.0day einspielen, falls sofortiges Upgrade nicht möglich ist.
- Admin-Zugänge härten: CLI- und SSH-Zugriff auf vertrauenswürdige Management-Netze beschränken, Admin-Profile nach Least-Privilege prüfen, MFA erzwingen.
- Monitoring: CLI-Audit-Logs auf ungewöhnliche Dateioperationen prüfen, auf Indicators of Compromise achten.
- Backup und Notfallplan: Vor dem Upgrade Konfiguration sichern und Wartungsfenster planen.
